Von der Gründung der Mittelpunktschule ins Jahr 2013


Nachdem im Jahre 1962 der "Schulverband Südringgau" mit dem Ziel gegründet worden war, im Zuge der hessischen Landschulreform die Volks- und Realschule Herleshausen zu einer Mittelpunktschule für die ländliche Region des südlichen Ringgaus auszubauen, wurde bereits im August 1964 mit den Bauarbeiten begonnen. Am 01.12.1966 konnte in der Südringgauschule Herleshausen und in der Grundschule Nesselröden der neue Schulbetrieb aufgenommen werden.

Der Einzugsbereich der Mittelpunktschule erstreckte sich zunächst auf die Ortsteile Altefeld, Archfeld, Breitzbach, Frauenborn, Herleshausen, Holzhausen, Markershausen, Nesselröden, Unhausen, Willershausen und Wommen.
Am 01.08.1970 kamen noch die Kinder des Ringgauer Ortsteils Renda in den Klassen 5 bis 10 hinzu. Die Südringgauschule arbeitete von Beginn an als Grund-, Haupt- und Realschule, waren doch aufgrund der besonderen Lage Herleshausens (Zonenrandgebiet, einziger hessischer Zonengrenzübergang zur damaligen DDR) schon im Jahre 1949 hier erstmals Mittelschulklassen eingerichtet worden.


Die Einrichtung "gemeinsamer Klassen für Haupt- und Realschüler" und die Einführung der Förderstufe

Die stark sinkenden Schülerzahlen zu Beginn der achtziger Jahre erforderten eine Neuorganisation der Schule im Sekundarbereich I, um einen wohnortnahen Haupt- und Realschulabschluss in Herleshausen zu erhalten. Der Unterricht in den gemeinsamen Klassen für Haupt- und Realschüler, der am 01.08.1981 begann, wird vom 5. - 9. Schuljahr in einem Kern-Kurs-System organisiert. Ab Klasse 5 wurde eine Differenzierung in den Fächern Englisch, Mathematik und Deutsch in Haupt- und Realschulniveau durchgeführt. In den Klassen 8 und 9 erfolgte noch eine Kursdifferenzierung in den Fächern Physik und Chemie. In den übrigen Fächern werden Haupt- und Realschüler in gemeinsamen Kerngruppen unterrichtet.

Als der Kreistag des Werra-Meißner-Kreises zum 01.08.1986 die flächendeckende Einführung der Förderstufe beschloss, wurde zu diesem Zeitpunkt auch an der Südringgauschule der Unterricht in zwei Förderstufenklassen erstmals aufgenommen. Heute ist die Südringgauschule eine Grund-, Haupt- und Realschule des Werra-Meißner-Kreises mit Förderstufe. - Die Einbindung unserer Schule in den "ÖPNV" ermöglicht allen Schülerinnen und Schülern gute Busverbindungen zum Unterricht, der je nach Bedarf auch an 4 Nachmittagen der Woche durchgeführt wird.


Aktuelle Schülerzahlen und Klassenbildungen

Im Schuljahr 2013/2014 wird die Südringgauschule von ca. 220 Schülerinnen und Schülern besucht. Diese verteilen sich auf fünf Klassen in der Grundschule, zwei Klassen in der Förderstufe und vier Klassen in den Jahrgängen 7-10.
Die Grundschule Nesselröden wurde zum Schuljahr 2009/10 aufgelöst und mit unserer Schule zusammengelegt.


Die Schülerinnen und Schüler werden in diesem Schuljahr von 18 Kolleginnen und Kollegen unterrichtet, außerdem gibt es einen Referendar in der Sekundarstufe, der Herleshäuser Pfarrer erteilt in zwei Klassen Religionsunterricht.


Erhaltung des Schulstandortes

Zu Beginn des Schuljahrs 2008/09 konnten wir erstmals keine 5. Klasse einrichten, da die zu diesem Zeitpunkt geltende Mindestzahl an Anmeldungen nicht erreicht wurde. Der Schulentwicklungsplan sah das Auslaufen der Sekundarstufe vor.
Nachdem sich viele Eltern und die Gemeinde Herleshausen in zahlreichen Aktionen für den Erhalt der Südringgauschule eingesetzt hatten, beschloss der Kreistag im September eine Änderung des Schulentwicklungsplanes, es sollte noch eine Chance geben, unsere Sekundarstufe zu erhalten.

Tatsächlich wurden noch vor Weihnachten 2008 unsere Hoffnungen erfüllt. Der damalige Kultusminister Herr Jürgen Bantzer nahm sich "der Sache" persönlich an: In einem Gespräch am 22.12.08 in Wiesbaden sicherte er den Erhalt der Schule zu, sofern eine Mindestzahl von 12 Schülern für die 5. Klasse angemeldet werden.
Im Schuljahr 2009/10 hatten wir dann zu unserer großen Freude über 40 Anmeldungen für die Klasse 5 und konnten so sogar zwei Klassen bilden, auch in den letzten beiden Jahren konnten wir mit 26 Schülerinnen und Schülern "locker" eine 5. Klasse einrichten


Arbeit der Mitbestimmungsgremien

Alle Mitbestimmungsgremien arbeiten harmonisch an der Gestaltung des Schullebens mit. Insbesondere die Schulkonferenz und die Gesamtkonferenz sind daran interessiert, die Weiterentwicklung der Schule offen zu diskutieren und voranzubringen. Auch Schülervertretung und Schulelternbeirat arbeiten konstruktiv an der Fortentwicklung unserer Schule mit, wie die Gründung eines Fördervereins der Südringgauschule belegt.


Umfassende Renovierung des Gebäudekomplexes - Ausstattung

Der gesamte Gebäudekomplex wurde seit 1997 abschnittweise renoviert und restauriert. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf die Ausstattung mit Fachräumen gelegt.

Für den naturwissenschaftlichen Unterricht stehen zur Verfügung: Ein neu ausgestatteter Physik- / Chemieraum, ein Biologieraum, ein Fotolabor, ein Feuchtbiotop auf dem Schulgelände, im letzten Jahr wurde ein Schulgarten angelegt.

Weitere Fachräume::
Eine Küche mit Essraum, ein Raum für textiles Gestalten, ein überarbeiteter Werkraum, zwei Computerräume, Medienraum, Fahrradwerkstatt. Ganz neu: eine Schülerbücherei.
Weiterhin existieren ein Kunstraum, in dem auch Tonarbeiten gebrannt werden können und ein Musikraum - kombiniert mit Elementen für Theateraufführungen.

Hervorzuheben sind auch die optimalen Bedingungen für den Sportunterricht. Hier stehen zwei Turnhallen, ein Hallenschwimmbad, ein Kleinsportfeld direkt neben dem Schulhof und - zehn Gehminuten entfernt - ein Sportplatz mit leichtathletischen Anlagen für die Durchführung des Sportunterrichts zur Verfügung. -

Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Erneuerung des gesamten Verwaltungstrakts. Hier sind nicht nur ein neu ausgestattetes Lehrerzimmer und modernisierte Büroräume entstanden. Darüber hinaus wurden ein Arztraum, ein Medienraum und ein SV-Raum eingerichtet, in dem die Schülervertretung die Ausleihe der Spielgeräte für die Pausengestaltung vornimmt. Auch die Lehrer- und Schülerbibliothek wurde zeitgemäß eingerichtet, sie kann jetzt auch als Besprechungs- und Arbeitsraum genutzt werden. Nun hat zuletzt noch der "Pavillon", eine Sanierung erfahren, der erste Abschnitt der Schulhofneugestaltung ist mit der Einweihung des "kleinen Seilzirkus´" vollbracht.

Für die ganztägige Betreuung der Grundschüler steht ein dafür ganz neu eingerichteter Raum zur Verfügung.

 

2012/13 Endlich neue Toiletten und ein neuer Pausengang

 

Lange Zeit haben wir darauf gewartet und im Schuljahr 2012/13 war es endlich soweit – unsere Toilettenanlage und auch der Pausengang wurden renoviert.

Die Toilettenanlage war schon seit Jahren kein Aushängeschild für unsere schöne Schule mehr, sondern sehr in die Jahre gekommen. Daher wurde die Nachricht von der Renovierung mit großer Freude aufgenommen. Während der Bauarbeiten konnten unsere Schüler die Toiletten der Mehrzweckhalle benutzen, so dass die Arbeiten zügig vorangingen.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen – geschmackvoll und hochwertig, modernes Design, behindertengerecht, mit großen Spiegeln versehen – da bleiben keine Wünsche offen.

Auch unser überdachter Pausengang hatte eine Renovierung dringend nötig, da es durch das Dach regnete und die Balken stark vermodert waren. Ausbesserungen waren nicht mehr möglich, so dass eine völlig neue Überdachung mit neuen verzinkten Trägern angeschafft wurde. Sie besteht aus halbrunden Plexiglasscheiben und zieht sich entlang des ganzen Hauptgebäudes. Auch die Waschbetonplatten wurden durch Pflaster ersetzt.

Wir bedanken uns bei dem Werra-Meißner-Kreis für diese Arbeiten, die der Schule ein weitaus angenehmeres und moderneres Erscheinungsbild geben und signalisieren, dass der Fortbestand unserer Bildungseinrichtung nachhaltig gewünscht wird.

Als nächstes Projekt steht jetzt die Sanierung unseres Biologieraums an.