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„Jedem das Seine“ steht auf dem Tor, durch das wir das Konzentrationslager betraten. Das erste, was man zu sehen bekam, ist ein Hang, auf dem einst Baracke an Baracke stand, und den Appellplatz, auf dem sich vor rund 80 Jahren unmenschliche Szenen abspielten. Man sieht die Wachtürme, den Stacheldraht, weiter rechts ein Gebäude, das durch seinen großen Schornstein verrät, was seine ehemalige Bestimmung war – das Krematorium. Die Zustände in Buchenwald waren schlimm. Es wurden willkürlich Menschen in kleine Zellen gesperrt, die sich dann Tage nicht bewegen durften. Die SS-Leute durften die Insassen treten, anspucken oder Bluthunde auf sie loslassen, ohne Grund. Die Verpflegung war grauenvoll, im kleinen Lager haben sich die Menschen gegenseitig gewürgt, nur um eine Handvoll Kartoffelschalen zu ergattern. Man kann unmöglich alle Eindrücke beschreiben. Es fällt einem schwer, sich vorzustellen, welch dunkle Szenen sich hier einst abspielten. Genau so ging es wahrscheinlich der Weimarer Bevölkerung, die in unmittelbarer Nähe des KZs wohnten. Die Menschen wussten zwar, dass wöchentlich Dutzende von Waggons mit Juden an den Bahnhof kamen, haben aber nicht einen Gedanken verschwendet zu hinterfragen, was sich hinter den Mauern abspielte. Hier trifft ein Zitat von Edward Burte zu, das uns nach dem Besuch zum Nachdenken anregt:

„Für den Triumpf des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun“. Es war ein sehr aufregender, lehrreicher und emotionaler Tag für die 9. und 10. Klasse der Südringgauschule.

Sina Göbel 

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