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Medienpräventionstage an der Südringgauschule
Wie schütze ich meine privaten Daten im Internet? Wie kann ich Handystrahlung vermeiden? Was kann ich mit Hilfe von Medien Kreatives produzieren? Mit diesen und weiteren Fragen setzten sich die Schüler und Schülerinnen der 8. Und 9. Klassen der Südringgauschule in Herleshausen während des Projekts „Veränderung der Kommunikationskultur durch digitale Medien“ auseinander. Neben dem zweitägigen Workshop, der zweimal hintereinander mit verschiedenen Klassen durchgeführt wurde, wurden auch die Eltern zu einem Informationsabend eingeladen. Die Lehrerschaft führte einen ganztägigen pädagogischen Tag zu der Thematik durch.
Am ersten Projekttag stand die Medienreflexion im Vordergrund. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich unter anderem mit ihrem Verhalten im Internet und dem Umgang ihrer Daten auseinander. Dazu gehört auch das Sichern dieser Daten durch Passwörter. Mit Hilfe der Website www.checkdeinpasswort.de konnte die Klasse testen, wie sicher verschiedene Passwortkombinationen sind und erhielt anschließend von dem Team des Instituts für Medienpädagogik Beratung und Tipps dazu, wie sie ihre Passwörter verbessern und gegen Hacking schützen können. Im weiteren Verlauf des Tages wurden in kleineren Gruppen Themen wie der Umgang mit Cybermobbing oder rechtliche Aspekte wie das Recht am eigenen Bild oder das Urheberrecht behandelt.
„Es ist wichtig, die Verantwortung für seine digitale Identität so früh wie möglich selber zu übernehmen und sich der möglichen Konsequenzen bewusst zu sein. Viel zu oft nehmen wir hier eine passive Haltung wahr oder die Verantwortung wird den Eltern überlassen“, fordert die Projektleiterin Anne Schmitt, Medienpädagogin beim Institut für Medienpädagogik und Kommunikation.
Während der Medientage wurde aber nicht nur über Medien geredet, sondern die kreativen Potentiale, die mit dem eigenen Smartphone möglich sind, ausgetestet. Die Schülerinnen und Schüler durften eigene Kurzfilme drehen. Dazu wurden keine Kameras, sondern ausnahmsweise die eigenen Smartphones verwendet. Nachdem alle Szenen „im Kasten“ waren, wurden die Aufnahmen zu fertigen Filmen geschnitten. Die Schüler waren motiviert und mit Begeisterung dabei, das merkte man bereits bei der Storyboarderstellung im Vorfeld der Filmarbeiten. Es entstanden zum Beispiel Filme über Hacker-Angriffe oder Filme, die Cybermobbing thematisieren. Die Projektteilnehmer waren sichtlich stolz auf die entstandenen Werke.
„Medienkompetenzförderung ist für alle am Bildungsprozess beteiligten Personen wichtig, nicht nur für die Schulklassen“, so Schulleiterin Rauschenberg. Daher hat sich die Schule auch entschieden, nach den Sommerferien ihren pädagogischen Tag dem Thema der digitalen Medienbildung zu widmen.
Das Projekt wurde von der Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), dem Hessischen Kultusministerium, sowie dem Medienzentrum im Werra-Meißner-Kreis angeboten.

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